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"Wearables"

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Wettlauf der Technologiegiganten

Skibrille mit integriertem Navi, Fitnesstrainer am Handgelenk, Boarding per Smartwatch: Wearables erobern unseren Alltag. Im Jahr 2018 werden weltweit 112 Millionen Geräte im Einsatz sein, prognostiziert die International Data Corporation (IDC). Die Kombination aus Funktionalität und Design überzeugt – und ist für so manche Überraschung gut, wie der Innovationstreiber Google wieder einmal zeigt.

Bereits im Januar dieses Jahres überraschte Google mit Plänen für eine Kontaktlinse zur Blutzuckermessung bei Diabetikern. Nun setzt das Unternehmen noch einen drauf: Mitte April machten Berichte von neuen Patentanträgen die Runde, in denen Google eine Linse mit integrierter Mikro-Kamera beschreibt. Diese Linse könnte Sehbehinderten und Blinden das Leben

erleichtern, denn sie soll beispielsweise sich nähernde Autos erkennen und den Träger über ein Signal seines Smartphones warnen. Zwar ist eine Marktreife bei beiden Linsen noch lange nicht in Sicht, doch man darf davon ausgehen, dass Google seine Pläne zu smarten Kontaktlinsen ebenso ehrgeizig verfolgen wird wie jene zur Datenbrille Google Glass.

 
Quelle: Janitors/flickr

Mobiler Fitnesstrainer von Samsung

So würde Apple nicht nur zu seinem schärfsten Konkurrenten Samsung aufschließen, der sich mit der Kombination aus Pulsmesser im neuen Galaxy S5 und dem SmartBand Gear Fit bereits im Bereich mobiler Fitness-Technologie positioniert hat, sondern ihn zugleich überflügeln. Besitzer des Galaxy S5 können ihren Puls mit einem Sensor auf der

Geräterückseite messen und für Trainings-Apps wie der vorinstallierten Fitness-App S Health nutzen. Da Gear Fit mit dem Galaxy S5 kompatibel ist und ebenfalls S Health installiert hat, besteht die Möglichkeit, die via Smartphone erhobenen Daten auch beim Training mit dem SmartBand zu nutzen. Einen Schritt weiter ginge Apple allerdings dann,

wenn die iWatch tatsächlich Herzschlag, Puls etc. eigenständig erheben und auswerten könnte. Es bleibt also spannend, mindestens bis zur Vorstellung von iOS 8 auf der Worldwide Developers Conference von Apple Anfang Juni.

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Auf die Piste mit Navi, Musik und Facebook

Weniger spektakulär als die Entwicklungen von Google und Apple, dafür aber schon im Einsatz ist die Skibrille Oakley Airwave 1.5. Sie vereint sportliches Design mit nützlichen Funktionalitäten wie einem Pistenplan-Navi und Statistiken zu Geschwindigkeit, Höhenmeter, zurückgelegter Strecke oder zu Anzahl, Weite und Höhe von Sprüngen. Zudem können Freunde, die ebenfalls

mit der Oakley Airwave auf der Piste unterwegs sind, geortet werden. Per Bluetooth kann der Träger eine Verbindung zu seinem Smartphone herstellen – und erhält Zugriff auf seine Playlist, wird über eingehende Anrufe und SMS informiert und kann auf Facebook posten. Das alles sieht er auf einem kleinen Display am rechten

unteren Brillenrand, die für die Kommunikation mit dem Smartphone nötige App gibt es für Android und iOS. Auch in puncto Steuerung haben die Entwickler mitgedacht: Der Träger bedient die innovative Skibrille über ein Armband mit sechs großen Tasten, die sich auch mit dicken Skihandschuhen gut treffen lassen.

iWatch mit neuer Sensortechnologie?

Ein weitaus größeres Geheimnis als Google macht naturgemäß Apple um neue Produkte. So auch bei der iWatch: Mal heißt es, sie würde noch vor dem iPhone 6 vorgestellt werden, mal werden aus Insiderkreisen Gerüchte laut, dass es die iWatch gar nicht gebe. Ein neues Apple-Patent weist jedoch darauf hin, dass

die iWatch kein Technikmärchen ist: Apple beschreibt hier elektronische Geräte, die mittels integrierter Sensoren Temperatur, Druck, Feuchtigkeit und Lautstärke messen können. Diese Sensortechnologie bietet insbesondere für das geplante Wearable und die damit verknüpfte neue App „Healthbook“, die wesentlicher Teil von iOS 8 sein soll, interessante Möglichkeiten. Die Smartwatch könnte Daten

zu Körperfunktionen wie Herzschlag oder Blutdruck sammeln, die Healthbook später auswertet.

Quelle: airberlin

Boardingpass am Handgelenk

Wer den neuesten mobile Service der airberlin testen möchte, muss dafür nicht auf die Piste, sondern nur zum nächsten Flughafen. Ein Upgrade der iPhone-App macht jetzt das Boarden per Smartwatch, genauer mit der Pebble oder Pebble Steel, möglich. Mit der App lässt sich der digitale Boarding Pass an die Smartwatch senden, die den Barcode nach einem kurzen Schütteln des Handgelenks auf dem Display anzeigt. Dann einfach das Uhrendisplay wie sonst das Smartphone an den Scanner am Boardinggate halten. Viel schneller und leichter kann Boarding wohl kaum noch werden. Doch wer weiß, laut International Data Corporation befindet sich vor allem die Entwicklung autonomer Wearables wie Google Glass, die nur eine Internetverbindung und kein flankierendes Gerät benötigen, noch ganz am Anfang. Sicher ist jedenfalls: Der Wettlauf der Granden der Technologie- und Kommunikationswelt um das innovativste Wearable hat gerade erst begonnen.